Erstes Abendmahl seit dem Lockdown - Bitte eigenen Becher mitbringen! (So, 2.8. / 10 Uhr)

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ZUM ABENDMAHL:
An diesem Sonntag feiern wir seit langem zum ersten Mal wieder Abendmahl. Die Feier dieses "Liebesmahls" bildet ja von Anfang an das Zentrum der christlichen Gottesdienstfeier. Hier wird auf eine symbolische und sinnlich wahrnehmbare Weise der Kern der christlichen Liebesbotschaft spürbar: Am Tisch Gottes sind wir alle gleich, da gibt es kein "groß und klein" oder "arm und reich": Wir alle gehören zusammen, wir sind ein Leib! Umso betrüblicher war es ja in den letzten Monaten, dass wir dieses für uns so zentrale Ritual nicht feiern konnten. Schön, dass es nun wieder möglich wird!

Um angesichts der nach wie vor schwierigen Gesundheitssituation gerecht zu werden, werden wir folgende Sicherheitsmaßnahmen befolgen:

- Das Abendmahl wird in Form der sog. "Wandelkommunion" augeteilt - wie sie oft bei unseren katholischne Brüdern und Schwestern gefeiert wird: Alle stellen sich in einer Reihe an (mit Abstand natürlich!), jede*r bekommt eine Hostie überreicht. Dabei tragen alle Mundschutz, und der Liturg zusätzlich Schutzhandschuhe. Die Hostie wird mit zurück an den Sitzplatz genommen und dort verspeist. Die Kommunion ist auch in "einerlei Gestalt" (also nur als Hostie) liturgisch und theologisch voll gültig!

- Wer zusätzlich auch Wein möchte, bringe bitte einen eigenen Becher bzw. ein eigenes Glas von zuhause mit - und erhält bei der Austeilung zusätzlich einen Schluck Wein eingeschenkt. Auch der Wein wird am Sitzplatz verzehrt.

Es wird anfangs sicherlich ein wenig gewöhnungsbedürftig sein, auf diese Weise zu feiern. Aber wichtig ist ja erstmal, dass wir überhaupt wieder feiern. Und womöglich müssen wir uns ja drauf einstellen, dass es in mittelfristiger Perspektive noch ein wenig so bleibt (je nach Infektionslage). Insofern ist es gut, jetzt schon mal für die Zukunft ein wenig zu "üben" ...

 

ZUM THEMA DES SONNTAGS:
Ein Stein, der ins Wasser fällt - ein Funke, der überspringt, bewirkt etwas ...

Was ich tue oder unterlasse, was ich sage und plane, ist nicht gleichgültig. Wer vom Vertrauen auf den lebendigen Gott angesteckt ist, der weiß: "Ich bin verantwortlich. Ich kann mein Leben ändern! Und: Mein Leben kann etwas verändern - hat Einfluss auf die Welt!"

Ein Stein, der ins Wasser fällt - ein Funke, der überspringt, bewirkt etwas. Und so setzt auch die frohe Botschaft von Jesus Christus Menschen in Bewegung. So spricht der 8. Sonntag nach Trinitatis von den Auswirkungen des Glaubens: Als Licht der Welt und Salz der Erde werden Christen in der Welt nicht unbemerkt bleiben. Als Wohnstätten für Gottes Geist werden sie sorgsam und besonnen mit ihrem Körper umgehen. Als reich Beschenkte werden sie ihren Besitz teilen – und wenn es noch so wenig ist. Von Gottes Licht berührt werden sie selbst wie Kirchenfenster leuchten. Manchmal ecken sie dadurch auch an. Aber manchmal braucht es halt welche, die gegen den Strom schwimmen und ein Licht in der Dunkelheit entfachen ...